Musterstrecke Erfundene Praxis · nichts wird gesendet oder gespeichert

So kommt ein Newsletter bei Ihren Patienten an – und was rechtlich dahinter steht

Vier Schritte, vom Anmeldefeld auf Ihrer Website bis zur fertigen Ausgabe im Postfach. Die Praxis auf dieser Seite gibt es nicht; das Formular unten ist echt bedienbar, verschickt aber nichts. Gebaut hat die Strecke Burak Karaman, freier Entwickler aus Remscheid.

01 Anmeldung

Das Feld auf Ihrer Website

Ein Kasten am Ende der Startseite oder unter dem Prophylaxe-Text. Zwei Felder, eine Einwilligung, fertig. Tippen Sie ruhig etwas hinein – rechts sehen Sie sofort, welche Mail daraus entstehen würde.

Ihre WebsiteAnmeldekasten

Attrappe: Diese Seite sendet nichts, speichert nichts und legt keine Cookies an.

Posteingangsofort
VonZahnarztpraxis Musterstraße
Anmartina.b@example.de
BetreffBitte einmal bestätigen, Martina

Guten Tag Martina,

bitte bestätigen Sie kurz, dass Sie unsere Praxis-Post wirklich möchten. Erst danach schicken wir Ihnen etwas – so ist sichergestellt, dass niemand Ihre Adresse ohne Ihr Wissen einträgt.

Ja, ich möchte die Praxis-Post

Waren Sie das nicht? Dann tun Sie bitte gar nichts. Ohne Ihren Klick wird Ihre Adresse nie in den Verteiler aufgenommen.

02 Bestätigung

Der Klick, der alles absichert

Dieser eine Klick ist der Unterschied zwischen einer Adressliste und einer Liste, die Sie im Streitfall auch belegen können. Das System schreibt dabei mit, wann die Anmeldung kam, von welcher IP-Adresse und wann bestätigt wurde. Kommt der Klick nicht, entsteht der Eintrag gar nicht erst – die Adresse taucht in keinem Versand auf.

Für Sie heißt das im Alltag: Sie müssen sich um nichts kümmern. Für einen Anwalt heißt es: Es gibt ein Protokoll.

03 Willkommen

Die erste Mail schreiben Sie einmal

Danach läuft sie von allein: Jeder neue Abonnent bekommt sie automatisch, auch sonntags um 23 Uhr. Ein kurzer Gruß, die Sprechzeiten, die Notfallnummer – und ein Satz dazu, was künftig kommt und wie oft. Vier Ausgaben im Jahr sind für eine Praxis meist genau richtig. Wer öfter schreibt als er etwas zu sagen hat, wird abbestellt.

04 Ausgabe

Und so sieht eine echte Ausgabe aus

Kein Werbeblatt, sondern etwas, das der Patient tatsächlich brauchen kann. Hier die Dezember-Ausgabe – das Thema, bei dem Ihre Patienten selbst etwas zu verlieren haben:

Zahnarztpraxis Musterstraße
Praxis-Post · Ausgabe 4 · Dezember

Ein Stempel, der beim Zahnersatz bares Geld wert ist

Guten Tag, in den nächsten Wochen wird es voll bei uns – und das hat einen Grund, den viele erst im Dezember merken: Für das Bonusheft zählt jedes Kalenderjahr einzeln.

Kurz gesagt: Bei Zahnersatz zahlt Ihre Kasse 60 Prozent der Regelversorgung. Wer fünf Jahre lückenlos zur Kontrolle war, bekommt 70 Prozent, nach zehn Jahren 75 Prozent.

Bei einer Krone macht das einen spürbaren Unterschied auf Ihrer Rechnung aus – für einen Termin, der zwanzig Minuten dauert. Ein vergessenes Jahr kostet in aller Regel den ganzen Bonus. Ausnahmen gibt es wenige: Das Jahr 2020 zählt per Gesetz nicht als Lücke, und in Härtefällen kann die Kasse den höheren Zuschuss trotzdem gewähren. Fragen Sie uns im Zweifel einfach.

Falls Sie dieses Jahr noch nicht bei uns waren: Rufen Sie kurz an, wir finden noch etwas. Und wenn Ihr Heft nicht auffindbar ist – kein Problem, wir haben Ihre Termine ohnehin gespeichert und stellen ein neues aus.

Zahnarztpraxis Musterstraße · Dr. med. dent. Maria Muster · Musterstraße 1 · 42853 Remscheid · Telefon 02191 000000
Berufsbezeichnung: Zahnärztin, verliehen in der Bundesrepublik Deutschland · Zuständige Kammer: Zahnärztekammer Nordrhein · Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein
Sie erhalten diese Mail, weil Sie sich am 14. März auf unserer Website angemeldet und die Anmeldung bestätigt haben. Hier abmelden – ein Klick, ohne Rückfrage, ohne Begründung.

Was dabei rechtlich zu beachten ist

Der heikle Teil bei einer Praxis ist nicht die Technik, sondern die Frage, wessen Daten wo landen. Diese Punkte klären wir vor dem ersten Versand:

Keine Patientendaten Die Liste entsteht ausschließlich aus freiwilligen Anmeldungen über die Website. Aus der Praxissoftware wird nichts übernommen – das wäre der Fehler, der teuer wird.
Bestätigung mit Protokoll Anmeldung, Zeitpunkt, IP und Bestätigung werden mitgeschrieben. Das ist der Nachweis, den Sie im Zweifel brauchen.
Abmeldung in jeder Mail Ein Klick, keine Rückfrage, keine Anmeldung nötig. Sofort wirksam.
Pflichtangaben im Fuß Weil Sie als Zahnärztin oder Zahnarzt auftreten, gehören Berufsbezeichnung, Kammer und das Land der Approbation in jede Mail – nicht nur Anschrift und Telefon.
Keine heimliche Messung Ob jemand die Mail geöffnet hat, wird nur gezählt, wenn er zugestimmt hat. Die meisten Versanddienste haben das ab Werk anders eingestellt; das schalte ich vorher ab.
Vertrag mit dem Versender Wer die Adressen verarbeitet, braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Bei einer Praxis nehme ich zusätzlich nur Anbieter mit Servern in der EU. Ich bereite beides vor; unterschreiben müssen Sie es.
„Sehr guter Freelancer mit extrem viel Know-How und proaktiver Umsetzung des Projekts. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr empfehlenswert!“ Bewertung eines Auftraggebers, August 2026 · fünf von fünf Sternen
Burak Karaman Freier Entwickler, Remscheid 0152 29412721 burak.karaman@coreguard-karaman.com